Dehnungsstreifen: Was sie sind und wie Sie sie mildern können?

Model removing her make-up


Ob in der Pubertät, während der Schwangerschaft oder nach einer raschen Gewichtszunahme: Dehnungsstreifen betreffen Frauen wie Männer gleichermassen. Obwohl diese Hautveränderungen völlig harmlos sind, können sie als störend empfunden werden. Wie entstehen sie in der Lederhaut? Wie unterscheidet man eine frische von einer älteren Narbe? Entdecken Sie, wie Dehnungsstreifen entstehen und mit welchen Handgriffen Sie das Hautbild sowie die Farbe Ihrer Haut sichtbar verbessern können.

Was sind Dehnungsstreifen?


Ein Dehnungsstreifen ist ein Riss in der Lederhaut (Dermis), der mittleren Hautschicht. Genau dort befinden sich die Kollagen- und Elastinfasern, die der Haut ihre Geschmeidigkeit und Widerstandskraft verleihen. Wenn sich die Haut dehnt und nicht schnell genug anpassen kann, reissen diese Fasern an manchen Stellen. Es entsteht eine narbenähnliche Spur, wenige Millimeter breit und manchmal mehrere Zentimeter lang, häufig leicht vertieft.

Diese Streifen stellen kein gesundheitliches Risiko dar und verursachen weder Schmerzen noch körperliche Beschwerden. Sie sind Teil der natürlichen Entwicklung des Körpers und können jeden treffen, unabhängig von Alter, Geschlecht oder Körperform.

Wo treten sie am häufigsten auf?

Sie entstehen dort, wo die Haut am stärksten gedehnt wird:

-Während der Schwangerschaft: am Bauch, an den Brüsten, der Hüfte und den Oberschenkeln.

-In der Jugend: hauptsächlich am unteren Rücken, am Po und an den Oberschenkeln.

-Bei Sportlern (beim Muskelaufbau): an Brust, Armen und Schultern.


Rote und weisse Dehnungsstreifen: Wie unterscheidet man sie?


Zu Beginn ist der Dehnungsstreifen rot oder violett gefärbt. Diese Farbe entsteht durch die kleinen Blutgefässe, die unter der Haut noch sichtbar sind. Mit der Zeit hellt er auf und wird weiss oder perlmuttfarben. Die Farbe verrät Ihnen also, ob der Streifen frisch ist oder nicht.

Je früher Sie mit der Pflege beginnen, desto besser sind die Ergebnisse.

Wer ist betroffen?

-Werdende Mütter: besonders ab dem zweiten Trimester, wenn der Bauch rasch wächst.

-Jugendliche: zwischen 11 und 16 Jahren während starker Wachstumsschübe.

-Sportler: insbesondere beim gezielten Muskelaufbau.

-Alle Personen mit Gewichtsschwankungen: Jede rasche Veränderung der Silhouette kann Spuren auf der Haut hinterlassen.


Was sind die Ursachen von Dehnungsstreifen?


Zu rasche Überdehnung der Haut

Bei Gewichtszunahme, Wachstumsschüben oder schnellem Muskelaufbau dehnt sich die Haut schneller, als sie neues Kollagen bilden kann. Der Lederhaut fehlt die Zeit zur Anpassung und sie reisst. Es ist die Schnelligkeit der Veränderung, weniger das Gewicht selbst, das die Dehnungsstreifen verursacht.

Hormonelle Schwankungen

In der Pubertät oder während der Schwangerschaft bildet der Körper mehr Kortisol. Dieses Hormon verringert die natürliche Elastizität der Haut. Eine längere Behandlung mit Kortison kann einen ähnlichen Effekt haben. Sprechen Sie in diesem Fall mit Ihrem Arzt oder Ihrer Ärztin.

Genetik und Hauttyp

Feine, wenig elastische Haut sowie genetische Veranlagung erhöhen das Risiko für Dehnungsstreifen. Das erklärt, warum manche Frauen in der Schwangerschaft Streifen bekommen und andere nicht.


Dehnungsstreifen mildern und vorbeugen


Eine vollständige Entfernung kann nicht garantiert werden. Eine gut genährte und mit Feuchtigkeit versorgte Haut hält Spannungen jedoch besser stand und spricht deutlich effektiver auf Pflegemassnahmen an. Hier sind ein paar einfache Handgriffe für Ihre tägliche Routine:

Die Haut täglich mit Feuchtigkeit versorgen

Das ist die wichtigste Grundlage. Tragen Sie Ihre Creme, Lotion oder Ihr Öl direkt nach dem Duschen auf, wenn die Haut noch leicht feucht ist, damit die Wirkstoffe optimal einziehen können. Wenn Ihre Haut spannt, empfiehlt sich Baume Corps Super Hydratant. Angereichert mit Sheabutter und Pfirsichmilch-Extrakt macht dieser reichhaltige Balsam raue Stellen weich und schenkt der Haut ihre Geschmeidigkeit zurück.

Eine passende Pflege verwenden

Wählen Sie Produkte, die feuchtigkeitsspendende Wirkstoffe (wie Hyaluronsäure), restrukturierende Inhaltsstoffe (Centella Asiatica, Peptide) und pflegende Fette (Sheabutter, Haselnuss- oder Mandelöl) kombinieren.

Clarins hat zwei Pflegeprodukte entwickelt, die sich ideal ergänzen:

-Body Partner: Diese hochverträgliche Creme hilft, Länge, Breite, Tiefe und Farbe von Dehnungsstreifen zu reduzieren. Die Formel mit Bio-Bananen-Extrakt und Centella Asiatica unterstützt die Elastizität der Haut.

-Tonic-Körperpflegeöl: Das Körperöl besteht zu 100% aus reinen Pflanzenextrakten (Rosmarin, Geranie, Minze) und Haselnussöl. Es hilft, die Haut zu festigen und zu straffen. Es ist ausschliesslich für Erwachsene bestimmt und nicht für Schwangere oder Stillende geeignet.

Nehmen Sie sich Zeit für Massagen

Die Massage regt die Mikrozirkulation an und hilft der Pflege, tief einzudringen. Tragen Sie Ihr Produkt in sanften, kreisenden Bewegungen nach oben hin auf. Zwei Minuten pro Zone genügen. Ein sanftes Körperpeeling einmal pro Woche entfernt zudem abgestorbene Hautschüppchen und bereitet die Haut optimal auf die anschliessende Pflege vor.

Den Jo-Jo-Effekt vermeiden

Radikaldiäten sowie zu schnelle Gewichtsveränderungen belasten die Kollagen- und Elastinfasern extrem. Bevorzugen Sie eine schrittweise und ausgewogene Ernährungsumstellung, damit Ihr Körper ausreichend Zeit hat, sich anzupassen. Beim Kraftsport gilt dasselbe Prinzip: Setzen Sie auf einen stetigen Muskelaufbau, um die Haut an Armen, Schultern und Brust nicht zu abrupt zu überdehnen.

Ausreichend trinken und ausgewogen ernähren

Eine Ernährung reich an Vitamin C und E, Zink sowie gesunden Fettsäuren (fetter Fisch, Nüsse, pflanzliche Öle) unterstützt die Hautgesundheit von innen heraus. Denken Sie auch daran, täglich etwa 1,5 Liter Wasser zu trinken.

Geduld haben

Die Lederhaut ist eine tiefe Hautschicht, die sich nur sehr langsam regeneriert. Erwarten Sie keine Ergebnisse über Nacht. Rechnen Sie im Schnitt mit 3 bis 6 Monaten täglicher Pflege, um eine sichtbare Verbesserung von Struktur und Farbe der Dehnungsstreifen zu beobachten.


Dehnungsstreifen während der Schwangerschaft


Da die Bauchhaut über Monate hinweg kontinuierlich gedehnt wird, ist Vorbeugung in dieser Zeit besonders wichtig.

Es wird empfohlen, bereits in den ersten Schwangerschaftsmonaten zu beginnen. Tragen Sie Ihre Pflege ein- bis zweimal täglich auf Bauch, Brust, Hüften und Oberschenkel auf. Body Partner von Clarins wurde speziell entwickelt, um die Haut in dieser Phase zu begleiten und Spannungsgefühle zu lindern.

Führen Sie die Routine nach der Geburt noch einige Monate fort, damit die Haut ihre Festigkeit zurückerlangen kann. Prüfen Sie in der Stillzeit stets die Verträglichkeit Ihrer Pflegeprodukte und vermeiden Sie Inhaltsstoffe mit Vitamin-A-Derivaten.


Wann sollte medizinischer Rat eingeholt werden?


Wenn Sie ein sehr plötzliches und starkes Auftreten von violetten Dehnungsstreifen bemerken (insbesondere im Rahmen einer medizinischen Behandlung) oder wenn die Stellen schmerzen beziehungsweise jucken, wenden Sie sich an eine Praxis für Dermatologie oder Allgemeinmedizin. Auch wenn Sie sehr alte, weisse Dehnungsstreifen mit intensiveren Methoden (wie Laserbehandlungen) behandeln möchten, können Sie nur Fachpersonal umfassend beraten.

Häufige Fragen


Können Dehnungsstreifen wieder vollständig verschwinden?

Nein, nicht komplett. Der Dehnungsstreifen bleibt eine Narbe unter der Haut. Mit der Zeit und der richtigen Pflege verblasst er und das Relief flacht ab, aber er verschwindet nie ganz.

Ab wann sollte man gegen Dehnungsstreifen vorgehen?

Sobald Sie einen roten oder violetten Streifen bemerken, ist der ideale Zeitpunkt zum Handeln. Da der Dehnungsstreifen frisch ist, schlägt die Pflege besonders gut an. Stehen Sie vor einer besonderen Phase (Beginn einer Schwangerschaft, Gewichtszunahme oder Muskelaufbau), warten Sie nicht auf die ersten Spuren: Versorgen Sie Ihre Haut schon präventiv mit Feuchtigkeit und Massagen, um ihre Elastizität zu bewahren.

Sind Pflegeprodukte mit Vitamin A für jeden geeignet?

Nein, Formeln mit Vitamin A und Retinol werden während der Schwangerschaft und Stillzeit nicht empfohlen. Greifen Sie zu speziell für werdende und junge Mütter entwickelten Pflegeprodukten und fragen Sie im Zweifel in Ihrer Praxis nach.

Darf man sich mit Dehnungsstreifen der Sonne aussetzen?

Ja, aber denken Sie daran, einen sehr hohen Sonnenschutz (LSF 50) auf diesen Arealen aufzutragen. Das Gewebe weisser Dehnungsstreifen bräunt nicht mehr; wären Sie drumherum braun, fallen sie durch den Kontrast stärker auf. Bei frischen, roten Streifen kann die Sonne zudem bleibende dunkle Flecken hinterlassen. Für ein ebenmässiges Ergebnis können Sie stattdessen einen Selbstbräuner für den Körper verwenden.

Das könnte Ihnen auch gefallen

Beauty-Experten-Hub
Beauty Expert Guide

Profi-Tipps für alle Beauty-Fragen.

Jetzt entdecken
Brauchen Sie Hilfe? Brauchen Sie Hilfe?